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Donnerstag, Juli 27, 2017

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"Wundersames Rangoon (Yangon)"

...Mo und sein Weltbild
Zunächst einmal, um Mißverständnissen vorzubeugen, Rangoon heißt nach Rückkehr zu traditionellen Sprachwurzeln Yangon und auch das an „British Burma“ erinnernde Burma wurde schon lang zur Republik Myanmar umfunktioniert. Von den ehemaligen Kolonialherren wurde zum Beispiel der Inya Lake angelegt, etwa 15 Kilometer außerhalb des lärmgeplagten Stadtzentrums von Yangon und wahrhaft kosmopolit.

Wenn man Glück hat, trifft man bei möglichen Stadtrundfahrten auf Tour Guides wie Mo, der über britischen Kolonialismus ebenso viel berichten kann wie über seine Nationalreligion, den Buddhismus. Das Stadtbild Yangons ist von Seen, Gärten, Tempeln und Pagoden ebenso geprägt wie von einem nicht enden wollenden Verkehrschaos mit dem dazu gehörigen Lärmpegel. Für Mitteleuropäer bedeutet dies Stress, Burmesen begegnen Ihrer streß-freundlichen Umwelt mit buddhistischer Gelassenheit - insbesondere Mo regt sich überhaupt nicht auf, denn das buddhistische Weltbild funktioniert gerade in einem von Militärs geführten Staat anders.

Ein mental linientreuer Reiseleiter wie Mo begibt sich zum Geldwechseln mit seinen Schäflein ins lauteste Viertel Yangons, sucht eine Reifenhandlung mit der Aufschrift „Official Money Changer“ und erkundigt sich angelegentlich hinterher nach dem momentanen Wechselkurs.

Der burmesische „Kyat“ wird zur Zahlung der Untertanen verwendet und stellt eine wundersame Mischung aus italienischer Lire und russischem Rubel dar. Offiziell (sofern der Ausdruck in Myanmar zutreffend verwendet wird wird) sollte ein Kyat etwa dem Gegenwert von $5 entsprechen, in Tat und Wahrheit kann man 100 Kyat ebenso erhalten, wie 250 Kyat. Der Herr hat`s gegeben, der Herr hat`s genommen. Für Mo haben diese Kurse immerhin die Bedeutung eines Lebenshaltungsindexes mit enormer Schwankungsbreite, aber da „offiziell“ gewechselt wurde, nimmt man den so, wie alles in Myanmar – gelassen. Mehr Freude hat Mo an der Sule-Pagode mitten im kreisverkehrstechnischen Zentrum der Stadt.

Etwa 100 unterschiedliche Geschichten fallen ihm schlagartig zur Historie der Pagode ein und mitten im tobenden Verkehrschaos wird peinlichst darauf geachtet, daß Mo`s Vorlesungen nicht nur andächtig sondern auch barfüßig wahrgenommen werden. Wenn auch schon stark ermattet, so sollte man sich auf keinen Fall die Shwedagon-Pagode, daß Wahrzeichen der Stadt Yangon, bei Sonnenuntergang entgehen lassen. Wie alle Pagoden Myanmars, so ist auch die Shwedagon mit einer dicken Schicht Blattgold versehen. Im Schein der untergehenden Sonne wird klar, warum Myanmar den Beinamen „Goldenes Land“ erhalten hat, denn ein unbedarfter Zuschauer kann unmöglich erklären, ob nun Sonne, Shwedagon, das Lächeln der Menschen oder der fehlende Verkehrslärm der Welt plötzlich güldnes Antlitz begründet. Mo weiß es: Lord Buddha natürlich, aber der ist ja ohnehin für alles verantwortlich. Zusätzlich zum geläuterten Weltbild fällt die Beziehung der Buddhisten Myanmars zu Ihren Pagoden auf: egal wie armselig der heimische Herd sich gestaltet, so freizügig sind die Blattgoldspenden für die Pagoden.

Denn genau hier – nicht etwa zu Hause – verbringen die Gläubigen einen Großteil Ihrer Zeit.
Mit Kindern, Omas, Opas – jedoch ohne Haustiere. Völlig unkonventionell trifft man sich an jeder Ecke und in jedem Winkel auf der Plattform der riesigen Pagode zu einem Schwätzchen, zum Beten oder aber nur zum Meditieren. Der Buddhist in Myanmar - vielleicht ganz besonders im sonst so hektischen Yangon – glaubt nicht einfach, er lebt seinen Glauben.

Auch Mo, mit dem einzigen Unterschied, daß dieser Vermittler seiner höchsteigenen Lebensweise auch noch davon erzählt. Jedes Türmchen und jede Glocke der Shwedagon ist Teil des Ganzen und verfügt über eine eigene Historie, die Mo natürlich kennt und weitergibt. Gleiches gilt für zahlreiche Klöster, die man in jedem Fall unter seiner Anleitung besuchen sollte und für ungezählte liegende, stehende, große und kleine Buddhafiguren oder aber auch nur Relikte von Buddha. Ein Tag mit Mo und Yangon ist des Reisenden Freund. Der Schlaf danach übrigens auch.

"Mandalay & Pagan"
Schönheiten am Ufer des Irrawaddy

Zwischen Yangon und Mandalay bestehen regelmäßige Flugverbidnungen mit Myanmar Airways, Air Yangon & Air Mandalay. Britische Piloten und neue Maschinen vom TYP ATR 47 haben der Air Mandalay den Ruf der besten Fluggesellschaft auf diesem Sektor beschert. Bei Ankunft in Mandalay muß konstatiert werden, daß die Gegend etwa so bergig wie das friesische Wursterland ist – nämlich gar nicht. Darüber hinaus ist die Stadt noch nicht einmal alt - als ehemaliger Handelsstützpunkt und heutigem Zentrum der Weberei kann Mandalay gerade einmal mit 200-jähriger Geschichte aufwarten. Trotzdem ist die Palastanlage der Stadt mit Burgfeste und Wassergraben nicht nur sehenswert, sondern nachgerade umwerfend und der abendliche Sonnenuntergang an den Ufern des Irrawaddy läßt viele andere asiatische Ein-drücke verblassen. In unmittelbarer Nähe von Mandalay befindet sich das Klosterdörfchen Sagaing, und wer hierhin von Jo begleitet wird (das weibliche Pendant zu Mo, jedoch Christin), der hat Glück. Jo kennt Klöster, Äbte und Äbtissinen wie Ihre Familie. Ein intensiver Einblick ins Kloster-leben läßt jeden Betrachter erkennen, daß ein Mönch in Myanmar zwischen 5 & 7 Stunden täglich studiert respektive betet und den Rest der erlauchten Zeit mit der Sammlung von Genußgütern für die Klostergemeinschaft zubringt.

Ab Mandaly solte man die Reise ins Burma der Antike antreten - nach Pagan.
Die Strecke wischen Mandalay und Pagan glänzt durch asphalterische Abwesenheit. Das Straßennetz – obwohl ehemals britisch – ist unzulänglich und somit empfiehlt sich die Teilnahme an einer Kreuzfahrt auf der „Road to Mandalay“ (in deren Diensten übrigens auch Mo und Jo stehen und die ehemals auf dem Rhein verkehrte) oder aber des Expeditionsschiffes „Myat Thandy“. Des weiteren verkehren, allerdings weniger komfortabel ausgestattet, die Boote "Shewekyinnari" und "Pin Lon". Die Flußschiffahrt auf dem Irrawaddy hat eine lange Tradition und früher operierte die schottische IFC – Irrawaddy Flotilla Company – mit über 1000 großen und kleinen Schiffen auf dem burmesischen Strom der Unendlichkeit.

Überwiegend startet eine Ausbootung vor den Toren Pagans im Morgengrauen und das aufkeimende Tageslicht hüllt die 1200 Pagoden von Pagan in ein Farbenspiel, das sämtliche Schattierungen von Safran bis Curry aufweist. Spätestens bei näheren Erläuterungen zur hier anwesenden Pagodenmehrheit offenbaren sich Jo`s deutsche Sprachkünste.

Unabhängig von der individuellen religiösen Bewandtnis einzelner Anlagen gibt es nämlich auch zahllose Geister, die über die Pagoden wachen, sich jedoch dennoch in der wachfreien Zeit zu Festen treffen. Da diese Geister zwar „NUTS“ heißen ( jedoch nicht sind) und Jo`s Unterscheidung auch im Hinblick auf „fetzen“ und „Festen“ zu wünschen übrig läßt, werden solche Geister-Feste mit „Nutzfetz“ tituliert. Dies tut den Geistern jedoch keinen Abbruch, denn schließlich sind in Jo`s Sprachschatz auch Kokosnütze vertreten, und die Nüsse regen sich auch nicht auf. So angereichert, stellen die Bauwerke Pagans ein besonderes Erlebnis dar und spätestens zum Sonnenuntergang, nach Besteigen der gleichnamigen Pagode, wird jedem Besucher in schwindelnder Höhe klar, daß man –genau wie die Bewohner Myanmars – Hindernisse auf sich nehmen muß, um Auge und Seele diese Pracht angedeihen lassen.

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