Der erste Schritt - gewollt oder ungewollt - eines erstmaligen Thailand-Aufenthaltes sollte (und wird wahrscheinlich) Bangkok sein. Die Stadt hat sich längst von Ihrem "Schmuddel"-Image gelöst. In den "Pat Pongs", wo früher lediglich GoGo-Bars anzutreffen waren, ist längst ein attraktiver Nachtmarkt entstanden. Die früher abseits gelegenen Zentren des Siam Square oder aber die nördlichen Gegenden der Sukhumvit Road locken mit Sightseeing- und Shopping Angeboten und darüber hinaus ist Bangkoks kultureller Reiz in Form der zahlreichen Tempel (Wat Phra Keo, Wat Arun, Wat Pho und weiterer "Wats") nicht eben geschrumpft, sondern - ganz im Gegenteil - gestiegen.
Hinzugekommen ist nämlich ein nicht unwesentlicher Faktor, der immer mehr Besucher interessiert: die Thai Folks Medicine. Traditionelle Thai-Massagen, Ernährungskontrolle & Meditation, angereichert mit Akkupressur & Akkupunktur (aus der Traditionellen Chinesischen Medizin) und "importierten" Techniken aus Indien und Sri Lanka, die der Ayurveda-Heilkunde entlehntwurden.
Es war in früheren Jahren schlichtweg unmöglich, in wenigen Tagen einen guten Eindruck von Bangkok zu bekommen. Heute jedoch ist Bangkok insgesamt dichter zusammengewachsen, und die immer besser werdende Infrastruktur wiegt den oftmals negativen Zeitfaktor wieder auf..
Der bereits vor Jahren fertig gestellte Expressway hat Transferzeiten vom Airport (1 Stunde oder mehr) auf 30 Minuten schrumpfen lassen (destinationsabhängig) und der nunmehr im 5-Minuten-Takt verkehrende BTS-Skytrain (Monorail über der Stadt, in Bangkok wäre die Konstruktion einer Untergrundbahn schwierig) verbindet das äußerste Ende der Sukhumvit Road auf der einen mit Mo Chit (Jatujak Markt) auf der anderen Seite, sowie das National Stadium mit Saphan Taksin (Sathorn Brücke über Den Chao Phraya/Menam, unweit des Shangri-La / Oriental Hotels).
So ganz komplett vernetzt ist Bangkok damit noch nicht, aber unter Zuhilfenahme von Taxis, Tuk Tuks oder aber den eigenen Füssen erreicht man viele Orte in Bangkok in der Hälfte der Zeit, die noch vor einigen Jahren notwendig war.
Außerdem ist Bangkok - nach wie vor - ein Schmelztiegel der Rassen und Kulturen. Hier begegnen sich burmesische Shans und Mons ebenso wie Low-/Highland Lao und natürlich Nord- & Südvietnamesen.
Dazu kommt die Tatsache, daß ein "Thai" heutzutage ebenso ein mit der chinesischen Einwanderungsschwemme immigrierter Yunnanese sein kann, wie ein in mehrfacher Generation in Thailand lebender indischer "Abkömmling", oder aber eine Malaye oder ein Eurasier, oder eben ein "dagebliebener" Europäer.
Natürlich, und das muss jedem Besucher klar sein, liefert das kosmopolite Bangkok bestenfalls den "Einstieg" ins Thailand von heute oder aber von gestern. Viel interessanter, denn hier gesellen sich naturgemäß die landschaftlichen Komponenten dazu, sind die nördlichen Regionen.
Heute noch wandelt man auf den Spuren von Prinz Souvannaphoum, dessen damaliges Reich aus dem heutigen Lanna (Gegend um Chiang Mai) und Chiang Rai und Luang Prabang (Laos) bestand.
Frühere Königsdynastien mit reichhaltigen kulturellen und religiösen, aber auch archtitektonischen Einflüssen und der heute bestehende medizinischen Tourismus spirituelle und physische Positivierung in vielen Bereichen) machen das frühere "Kingdom of Souvannaphoum" außerordentlich reizvoll.
Weitere Attraktionen erschließen sich interessierten Besuchern im Süden des Landes: auf Ko Samui, der Inseln der Tausend Palmen, in Krabi mit seinen gewaltigen, prähistorisch anmutenden Kalksteinfelsen oder aber auf Phuket, wo ein Strand sich an den anderen reiht und einige wenige immer noch (fast) unentdeckt sind - zum Beispiel Layan.
Thailand lohnt sich - in vielerlei Hinsicht. Thailand bietet vollkommene Entspannung für Körper & Geist und ist so gewissermaßen eine Rundumerneuerung für gestresste Gäste mit einem Anspruch, der mehr als nur Strand, Sand und Sonne beinhaltet.